Route Tag 14 - 16

Route Tag 14 – 16

Die Freiübernachtung war sehr klasse, mit dem Lagerfeuer, der sehr netten Stimmung und viel Spaß. Zum Frühstück gibt es heute hart gekochte Eier als „extra“.

Sehr angenehm ist die Informationsdichte während der Reise: Während der Besichtigungen gibt es nur die nötigsten Infos, ohne dass die Besichtigungen in die Länge gezogen werden. Die Hintergrundinformationen gibt es dann von Rita während der Fahrt, denn zwei oder drei Mal am Tag erzählt sie uns dann jeweils ca. eine halbe Stunde über die Hintergründe, Land und Leute. Alle Infos in genau der Richtigen Dosis während der Busfahrt.

Seit einigen Tagen grassiert im Bus eine Erkältung. Haben gestern und vorgestern nur einzelne gehustet und geschnieft, so hört man heute von vielen Bänken husten, niesen und schnäuzen. Noch bin ich aber nicht betroffen… Mal sehen, wie lange noch, nachdem ich den Durchfall soweit überstanden habe!

Im Reiseverlauf steht, dass wir auf einer sehr schlechten Erdstraße unterwegs sind, und es stimmt. Wir durchqueren Flussfurten und sind auf einer extrem unebenen staubigen Straße unterwegs. Nur gut, dass es nicht geregnet hat, denn sonst wäre die Straße sicher schnell unpassierbar.

Die Mittagspause verbringen wir auf einem Parkplatz auf ca. 3500 m Höhe bei Keksen und einer Dose Corned Beef. Hier wachen riesige Kandelaberkakteen, die ich natürlich fotografieren muss.

Abends essen wir dann bei unserer nächsten Freiübernachtung die von Markus hervorragend zubereiteten Schinkennudeln mit Salat. Wir stehen auf einer freien Fläche neben einem kleinen Dorf, und es dauert nicht lang, bis ein paar Kinder sich den Bus aus sicherer Entfernung ansehen. Rita ist erstaunt, dass die Kinder nicht näher kommen; sie meint, meistens fassen sie sich doch ein Herz und kommen irgendwann voller Neugier zum Bus, aber diese Kinder halten respektvollen Abstand. Irgendwann später geht Rita dann zu denen hin und gibt ihnen etwas Obst und ein paar Lebensmittel.
Am nächsten Morgen werden wir dann noch einen der Ziegenhirten aus dem Dorf mit seiner Herde an uns vorüberziehen sehen.

Nach dem Abendessen und dem Aufräumen sind Jens, Joachim und ich noch ins Dorf gegangen. Die Bewohner waren auch im Dorf sehr zurückhaltend. Einige standen in den Türen ihrer Häuser, haben aber auf unser „Ola!“ nicht geantwortet. Der Sternenhimmel ist wieder überwältigend, denn außer ein paar kleinen Lichtlein im Dorf haben wir um uns herum keine künstliche Lichtquelle, dafür aber sternenklaren Himmel.

Tag 16, 16. April 2010, Freitag: Von Bolivien nach Argentinien