Donnerstag, 28.07.2005

Um 5.00 Uhr klingelt der Wecker und es heißt aufstehen, denn um 5:30 gibt es schon Frühstück im Hotelinnenhof, während es langsam hell wird. Es gibt ein sehr leckeres amerikanisches Frühstücksbuffet mit Müsli, Brötchen, Aufschnitt und Kaffee.

Mit dem Bus am Flughafen angekommen, teilen wir unsere Gruppe, denn die Flugzeuge, mit denen es weitergeht, können nur 12 Passagiere aufnehmen.

Genio fliegt mit 10 Leuten vorweg, und wir kommen dann 45 Minuten später mit Peter, einem anderen Reiseleiter und anderen Touristen nachgeflogen. Abflug ist um 8 Uhr, wir haben also ausreichend Zeit, durch die „Shopping Mall“ im Flughafen zu schlendern. Wir decken uns mit einer 1,5-l-Flasche Wasser für 2000 Bolivares, also ca. 0,80 € ein.

Flug über einen Stausee

Die Flugzeuge sehen zwar recht neu aus, aber so eine kleine Propellermaschine (mit nur einem Propeller!) ist eben doch was anderes als ein großes Flugzeug… Aber alles geht gut, und obwohl die Wolkendecke relativ dicht ist, reißt sie genau in den Moment, wo wir über dem Orinoco und einem Stausee fliegen, auf.

Dass einer der Piloten während des Fluges die Zeitung liest, gibt dann doch ein wenig mehr Vertrauen, denn entweder ist er lebensmüde oder weiß sehr genau, was er (und sein Co-Pilot) tut.

Plötzlich sehen wir vor uns die Landebahn, und links von uns taucht eine Lagune und ein Fluss mit mehreren wunderschönen Wasserfällen und viel Grün drum herum auf. Als wir landen, ist weit und breit tatsächlich fast nix zu sehen außer Natur.

Lagune am Camp Canaima

Ein echter Flughafen ist das nicht, neben der Landebahn steht ein kleines Häuschen, in dem Souvenirs und kleine Snacks verkauft werden, aber das war es. Und Pass- oder Gepäckkontrollen? Weit gefehlt!

Der Wasserfall, der die Lagune speist

Mit einem kleinen offenen Bus fahren wir dann in das eigentliche Camp Canaima, was direkt an der Lagune liegt. Im Hintergrund der Lagune sehen wir ein paar wunderschöne Wasserfälle. Wir sollen uns nun bis auf Schuhe, Badehose und T-Shirt ausziehen, weil wir zum Salto Sapo fahren, dem Wasserfall also, den man laut Reisebeschreibung zu Fuß unterquert.

Aber erstmal geht es mit einem Einbaum auf der Lagune an anderen Wasserfällen, unter anderem dem „Salto Hacha“, vorbei und dann ca. 15 Minuten zu Fuß zum Wasserfall ‚Salto Sapo’.

Ich hatte mir einen kleinen, leise vor sich hinplätschernden Wasserfall vorgestellt, unter dem man ein wenig wie Leonardo DiCaprio in „Die Lagune“ vor sich hin plätschern kann. Es ist aber ein ca 100 m breiter tosender Wasserfall; rechts von uns ist die Felswand, links stürzen die Wassermassen herab und prallen auf die Steine. Vor und hinter uns ist nur Wasser und Gischt, ein sehr unebener Untergrund und ein Tau, an dem wir uns festhalten und uns vor dem hinabstürzenden Wasser „schützen“ können. Das ist schon sehr beeindruckend. Auf der anderen Seite des Wasserfalls fühle ich mich dann wie ein König, denn mir kommt es wirklich wie eine Mutprobe vor, diesen Wasserfall bezwungen zu haben.

Frank kehrt nach einem Drittel um, weil er Angst hat, dass er in der Gischt nicht genau sehen kann, wo er hintritt, und sich womöglich den eh schon angeschlagenen Knöchel nochmal anknackst.

Wie Genio uns später erzählt, führt der Wasserfall an dem Tag besonders viel Wasser. Einerseits, weil sowieso gerade Regenzeit ist, andererseits, weil es in den letzten Tagen auch für die Regenzeit sehr heftig geregnet hat.

Nach dem Rückweg durch den Wasserfall wandern wir dann einen kleinen Pfad hoch auf den Wasserfall hinauf. Dort haben wir zum ersten Mal einen Blick über die weite Ebene der Grand Sabana mit den berühmten Tafelbergen.

Nach einer kleinen Pause wandern wir wieder zu unserem Boot und fahren zurück ins Camp zum Mittagessen. Es gibt Hühnerschenkel mit Salzkartoffeln, Reis, Tomaten und Gurken, sowie zum Nachtisch Melone und Mango. Anschließend können wir noch ein wenig ausruhen, bis wir langsam zurück zur Flugpiste wandern.

Unsere kleine Cessna nach der Landung. Mit diesem Flugzeug sind wir von Porlamar auf das Festland und wieder zurück geflogen.

Jetzt steht uns noch ein Flug von etwas über einer Stunde nach Luepa bevor, und unser Pilot versucht, in die Schlucht, in der der Salto Angel, der höchste Wasserfall der Welt, herabstürzt, zu fliegen. Und wir haben Glück: die Wolken stehen recht hoch, so dass wir dann unter den Wolken in die Schlucht fliegen und den Wasserfall sehen können. Fast 1000 Meter stürzt das Wasser, das sich auf dem Tafelberg Auyan-Tepui sammelt, nach unten. Davon können wir zwar nur schätzungsweise das untere Drittel oder die untere Hälfte sehen, aber selbst das ist schon sehr beeindruckend.

Der Salto Angel, der höchste Wasserfall der Welt, stürzt nahezu 1000 m in die Tiefe.

Der Salto Angel wurde 1933 von dem Amerikaner Jimmy Angel entdeckt. Als er ein paar Jahr später auf dem Tafelberg mit seinem Flugzeug abstürzte, brauchte er 11 Tage, bis er den Weg von dem Berg runter fand. Das Originalflugzeug von ihm ist jetzt auf dem Flughafen von Ciudad Bolivar zu besichtigen.

Auf dem Weg nach Luepa ist unter uns nur Natur – Bäume, dann und wann ein Flusslauf, aber oft weit und breit keine Straße und keine Häuser. Wenn wir hier abstürzen, würde uns jemand finden?

Aber nach etwas über einer Stunde Flug landen wir wohlbehalten in Luepa, wieder mitten im „Nichts“ auf einer asphaltierten Landebahn. Rundherum ist kein Haus zu sehen, nur eine Landstraße und neben der Landebahn ein Bus, mit dem wir dann weiterfahren. Zuerst heißt es aber nun – wie ab sofort jeden Morgen vor dem Frühstück – Gepäck aufladen. Da unser Bus keinen Gepäckraum hat, werden alle Koffer und Taschen unserem Fahrer Nigel auf das Busdach gereicht (mitunter auch geworfen), der sie sicher unter einer wasserdichten Plane verzurrt.

Der erste kurze Zwischenstopp erwartet uns im Camp Kaimoran, einem kleinen Indianercamp mit Tankstelle an der Straße nach Santa Elena. Wir machen hier nur eine Pause, um Getränke zu kaufen und schnell auf Toilette zu gehen (jedenfalls diejenigen aus unserer Gruppe, die auf DIESE Toilette wirklich gehen können und wollen).

Das Wasser für Dusche, Toilette und Wäsche im Camp Kaimoran kommt aus diesem Fluss und wird tagsüber in einen Wasserturm gepumpt.

Hinter dem Camp fließt ein kleiner Fluss, natürlich mit einem Wasserfall, der die Wasserversorgung für dieses Camp ist. Genio meint, dass wir hier unsere dritte Nacht verbringen werden. Aber doch hoffentlich nicht mit diesen Toiletten? Das Trinkwasser wird allerdings in Flaschen angeliefert.

Aber erstmal fahren wir weiter Richtung Süden nach Santa Elena. Zwischendurch halten wir ganz kurz in San Francisco, um für morgen unser Mittagessen vorzubestellen – es wird Hühnchen oder Rindfleisch geben. Das „Camp Banana“, das wir gegen 17:30 erreichen und in dem wir schlafen werden, liegt am Rande von Santa Elena, einer kleinen Stadt 15 km vor der Grenze zu Brasilien und hat ca. 15 bis 20 Tausend Einwohner. Um 19:30 Uhr gibt es das Abendessen fast unter freiem Himmel – der Raum, in dem wir essen, hat nur ein Dach ausPalmenblättern. Zur Auswahl stehen Rindfleisch, Zucchini-Gemüse, Kochbanane, Kartoffeln, Reis und etwas Gurke und Tomate. Außerdem Mango, ich finde aber, dass die nach Spülmittel schmeckt.

Der Abend ist ganz lustig, die Gruppe lernt sich eben langsam kennen und die Caipirinhas sind wirklich klasse! Nur Dieter sitzt immer abseits von der Gruppe, und macht den Anschein, dass er zum Lachen in den Keller geht… Dabei hat unser Bus gar keinen Keller? 🙂

Der Speise“raum“ des Camp Banana in Santa Elena

Für 4 Bier,2 Cola und 2 Caipi zahlen wir 35000 Bolivares, also ca. 14 €.

Wir werden hier nochmal ausgiebig duschen, denn laut Genio werden wir die nächsten Tage kein warmes Wasser mehr bekommen. Leider merkt man Genio nicht an, ob er einen Scherz macht oder es ernst meint… 6 Tage kein warmes Wasser?!

Das Zimmer selbst ist einfach (mit Wellblechdach und Zementfußboden) eingerichtet, aber sauber.

Freitag, 29.07.2005

Am nächsten Morgen geht es gegen 7:15 Uhr hoch. Wir duschen noch einmal schön lang und schön heiß – anscheinend haben wir Glück, denn beim Frühstück mit Brötchen, Schinken, Käse, Marmelade, Omelette und Melone erzählen ein paar aus unserer Gruppe, dass sie kaum Wasserdruck und kein warmes Wasser hatten. Das Wetter heute ist nicht so vielversprechend. Es ist bewölkt, und auch nicht ganz so warm wie gestern. Und kaum sind wir um 8:45 Uhr losgefahren, fängt es auch schon wie aus Eimern an zu regnen. Der Regen hält sich ungefähr eine Stunde, bis wir über die Grenze nach Brasilien fahren.

Die Statsgrenze und gleichzeitig der einzige Grenzübergang zwischen Brasilien und Venezuela.

An der Grenze werden wir auf unsere Gelbfieber-Impfung kontrolliert. Ein paar aus unserer Gruppe haben aber keine Gelbfieberimpfung, also sagt Genio einfach, dass deren Impfausweis oben im Gepäck liegt und deshalb nicht gezeigt werden kann. Der Doktor, der uns kontrolliert, akzeptiert das – überhaupt ist seine Kontrolle sehr oberflächlich, denn bei Eva sieht er sich nur die erste Seite an, und bei anderen schaut er sich nur interessiert die Grippeschutzimpfungen an. Aber so kann er wenigstens vor seinen Krankenschwestern, die ihm von außen zuschauen, einen guten Eindruck machen!

Endlich sind wir in Brasilien. Es regnet aber immer noch heftig. Erst ein paar Minuten, nachdem wir ausstiegen, hört der Regen auf. Das kleine Dorf “La Ligne“ selbst überzeugt durch Trostlosigkeit. Es gibt ein paar Läden, wo man alles an kitschigen Souvenirs erstehen kann, was einem in den Sinn kommt. Außerdem gibt es Hängematten, Gold und Schmuck und ein paar Lebensmittel zu kaufen. Wir können mit Blick auf die Schlachterei aber gut widerstehen und beschränken uns auf ein paar Getränke und Süßigkeiten.

Die Straßen hier sind in einem miserablen Zustand und entsprechen damit den Autos, die wir hier sehen – bis auf eines: Ein Golf ist getuned, dass es jedem Ruhrpott-Tuner das Herz bricht.

Mitten im Nichts – aber Tuning ist alles! Diesen aufgemotzten Golf entdeckten wir in der Grenzstadt direkt hinter dem Grenzübergang.

Nach einer Stunde fahren wir wieder zurück nach Venezuela. Nach einem kleinen Zwischenstop in Santa Elena, bei dem wir Eiswürfel, Getränke und endlich auch „Off“, das landeseigene Mückenmittel, was wahre Wunder wirken soll, kaufen und tanken, führt uns unsere Route weiter nach Norden. Apropos tanken: Der Liter Benzin kostet in Venezuela umgerechnet zwischen 0,03 und 0,04 € – für den Preis eines Liters Benzin in Deutschland kann man also hier bequem volltanken.

Eine Hütte der am Salto Jaspis lebenden Indianer.

Während der Weiterfahrt biegen wir plötzlich von der Straße ab und parken auf einem kleinen Parkplatz. Über dem Parkplatz liegt eine kleine Indianersiedlung. Die Einheimischen leben hier in Lehmhütten mit Palmendächern, aber ohne Strom und Wasser. Wir gehen durch das Dorf durch zum „Quebrada De Jaspe“.

 

Der wunderschöne „Quebrada De Jaspe“. Der Boden des Wasserfalls besteht aus rotem Jaspis, einem Halbedelstein. Durch dessen rote Färbung sieht es aus, als würde dieser Wasserfall aus Blut bestehen.

Das Flussbett besteht,wie der Name schon sagt, aus rotem Jaspis, einem Halbedelstein, der eine tiefrote Färbung hat und wie gekachelt das Flussbett ausfüllt. Das Wasser selbst war dort nur wenige Zentimeter hoch und schimmert durch den Jaspis rötlich – zusammen mit dem Sonnenschein ein wunderschöner Anblick.

Langsam wird es Mittag und wir kehren in einem kleinen Restaurant in San Francisco ein. Das Restaurant selbst ist sehr einfach, und sauber – naja. Die Toilette, die zu diesem Restaurant gehört, ist jedenfalls unterirdisch.

Das Dorf selbst ist aber sehr schön und sauber, und besonders die Kirche ist sehr hübsch.

Die Dorfkirche von San Francisco. Neben einigen Wohnhäusern und einer kleinen Schule ist dies das einzige Gebäude des Dorfes, das sich in einem guten Zustand befindet.

Aber das Essen ist recht gut, es gibt Hühnerbrustfilet, Reis, Kochbanane, Gurken und Tomaten und dazu eine sehr scharfe Soße und zum Abschluss einen Kaffee für 11000 Bolivares. Dieter, unser Mitreisender aus Österreich meint zwar zu mir, als ich ihn mit blick auf die Soße frage, was das ist, dass die Soße zu scharf ist und ich sie deshalb besser nicht essen soll, aber das ist für mich erst recht eine Herausforderung, sie doch zu probieren. OK, sie ist scharf, aber sooo scharf, dass mir der Hut hochgeht, nun auch wieder nicht.

Nach dem Essen zeigt Genio uns, woraus die Soße unter anderem gemacht wird: Aus Zwiebeln, Peperoni, Gewürzen und – Ameisenhinterteilen. In einem großen Vorratsbehälter sind diese Hinterteile eingelegt und werden zur Soße hinzugegeben. Diese Ameisenteile sollen der Soße eine besondere Note geben. Gewöhnungsbedürftig – aber lecker.

Der nächste Stopp wird bei einem anderen Indianer-Kamp gemacht, bei dem wieder zwei Wasserfälle zu besichtigen sind. Aber die Hauptrolle spielen hier zwei grüne Papageien, die total zutraulich sind, Kekse aus der Hand fressen und teilweise sogar auf der Schulter der Touristen sitzen. Für uns, die wir höchstens mal einen Papageien im Vogelpark gesehen haben, schon lustig anzusehen.(na ja, ich habe auch Papageien zuhause gesehen. Anmerkung Frank)

Kurze Weiterfahrt. Nächster Stop. Etwas abseits der Landstraße ist ein Aussichtspunkt angelegt worden, von dem aus wir einen tollen Blick auf einen Tafelberg haben. Um diesen Punkt herum ist eine Betonbrüstung gebaut, auf der die Touristen vor uns mit kleinen Steinchen ihre Heimatstädte gelegt haben – da darf Frank natürlich auch nicht fehlen und verewigt sofort Bösensell dort.

Auf dieser Hochebene gibt es unheimlich viele Wasserfälle, einer imposanter als der andere, und wir sehen heute noch einen sehr beeindruckenden Wasserfall, an dem das Wasser 75 Meter in die Tiefe stürzt. Der Wasserfall liegt mitten in der Ebene, drumherum nur weite Flächen, und eben hier wie mit dem Messer gezogen eine Abbruchkante, an der das Wasser runterstürzt.

Genio warnt uns vor dem Aussteigen aus dem Bus, dass es hier an dem Wasserfall die Puri-Puri-Fliege gibt, eine Fliege, die nicht größer als eine Gewitterfliege ist, deren Stich aber mindestens so schmerzhaft wie der einer Bremse ist. Und zu allem Überfluss helfen die Mückenmittel, egal ob das deutsche Autan oder das venezuleanische Off, kein bisschen.

Der Wasserfall entschädigt aber für die Fliegen und für die Stiche, mit denen wir noch tagelang zu tun haben werden. Und wie!

Danach fährt unser Fahrer uns weiter Richtung Camp Kanaima, während wir versuchen, die letzten Fliegen, die sich trotz geschlossener Tür und Klimaanlage in den Bus verirrt haben, rauszuscheuchen.

Wir sind jetzt also doch im Camp Kanaima angekommen. Der erste Blick in das Zimmer, was wir bekommen haben, tröstet aber: Wir müssen nicht das „Zentralklo“ benutzen, sondern haben eine eigene Toilette im Zimmer. Zwar ohne Tür oder so, sondern nur durch einen Durchgang vom Raum getrennt, aber immerhin!

Die Zeit bis zum Essen vertreiben wir uns mit ein wenig Schlummern. Ich schaue nochmal nach dem Wasserfall, den wir aber gestern schon gesehen haben.

Zum Abendessen gibt es nicht nur ein oder zwei Gerichte zur Auswahl, sondern es gibt eine richtige Speisekarte mit viel Auswahl. Frank und ich entscheiden uns für den Nudelauflauf nach Art des Hauses – ein leckerer und gehaltvoller Auflauf mit Salami, Schinken, Speck und Hack – sehr lecker. Ich bestelle mir noch einen kleinen Salat dazu, aber meine Befürchtungen bestätigen sich: Der Salat besteht nur aus Tomaten und Gurken mit ein paar Zwiebelringen. Für einen echten Eisbergsalat würde ich langsam Höchstpreise zahlen. Wir zahlen hier jedoch für die beiden Essen, den Salat, 5 Bier, 1 Cola und Kaffee 32000 Bolivares.

Der Abend in dem Restaurant wird noch sehr lustig – bis wir um 21 Uhr rausgeschmissen werden. Wir gehen also am frühen Abend ins Bett – das sogar noch mit Strom! Heinz, Birgit, Angela, Holger und Genio feiern noch bis spät in die Nacht (und „killen“ dabei unseren Rum-Vorrat…), und als die drei dann in Ihr Zimmer wollen, war die Überraschung groß: Der Generator war schon abgestellt, und so gibt es keinen Strom mehr. In völliger Dunkelheit (bzw. nur beim Schein einer funzeligen Kerze) ist so ein Zimmer, in das man, als es noch hell war, alle Sachen einfach so rein geworfen hat, ne echte Herausforderung! Jedenfalls ist Birgit auf dem Weg ins Bett am Quietschen, Gackern und Kreischen. Wie wir am nächsten Morgen erfahren sollen, sind wir nicht die einzigen, die mitten in der Nacht durch ihr Gekreische aus dem Schlaf schrecken. Ein Camp im „Ausnahmezustand“.

30. und 31. Juli 2005: Kilometer 0, Tumaremo und der Orinoco